Tipps für Babys und Kleinkinder




Kunterbunte Tipps und Tricks 6.Teil


14 heiße Sommertipps für Urlaub und zu Hause:


Wie man mit Sonne, Wärme und Wasser richtig umgeht:

Von regenblaß bis sonnenbraun

Sanfte Bräune ist heute in, verbrutzeltes Tiefbraun out. Die Haut dankt‘s. Vernünftiges Sonnenbaden geht so: am ersten Tag nur zehn Minuten in der prallen Sonne bleiben. dann wieder zehn Minuten in den Schatten. Die Mittagshitze ganz meiden: Wenn die Sonne hoch steht. ist der Anteil der kurzwelligen Strahlen, die die Haut verbrennen, besonders hoch. Ein Trick für die ersten Tage — selbstbräunende Creme und Sonnenschutzmittel auftragen. Das bringt mit Sonne doppelten Effekt.
Kinder sind fast immer von sich aus vernünftig genug, nicht in der prallen Sonne zu braten. Gefährlich sind für sie die ersten Urlaubstage am Wasser: Es reflektiert die Sonnenstrahlen zu fast 100 Prozent. Doppelte Verbrennungsgefahr! Also viele Badepausen machen.


Sonnenschirme aus der Tube

Lichtschutzfaktor heißt die chemische Substanz, die verbrennende Sonnenstrahlen von der Haut fernhält. Für die ersten Sonnentage ein Mittel mit hohem Lichtschutzfaktor nehmen (über 6). Am besten ist Sonnenschutz in Milchform: weil sich Milch leicht verteilen läßt und die Haut nicht überfettet.
Das ist gerade bei Kindern wichtig. denn zu fetter Sonnenschutz kann Pickel verursachen. Spezial-Sonnenschutzmittel für Kinder muß nicht sein. Wichtig ist aber, daß es wasserfest ist. Und achten Sie aufs Verfalldatum! Ist auf Ihrem Sonnenschutz keines aufgedruckt, lieber frischen kaufen. Länger als ein Jahr bleibt der Lichtschutzfaktor nicht stabil.


Heilwasser im Planschbecken

Mit einem Absud aus Kamille oder einem Kleiesäckchen (einfach Kleie in ein Taschentuch knoten) wirkt das Wasser im Planschbecken heilend und pflegend. Das Wasser bitte jeden Tag wechseln, denn wenn es länger steht, können sich Keime entwickeln. Trotz Kamille oder Kleie kann man das Planschwasser aber gut zum Blumengießen verwenden.


Hitzestau im Kinderwagen

Unter dem Kinderwagenverdeck zirkuliert kaum Luft, es wird also enorm heiß. Wenn das Baby im Kinderwagen schläft, immer wieder fühlen, wie heiß es im Wagen ist.
Achtung:
Auch im Schatten kann Ihrem Kind die Wärme zuviel werden.


Den Bauch aus der Sonne!

Je gespannter die Haut über dem Bauch werdender Mütter ist, um so dünner und auch empfindlicher wird sie. Also keine pralle Sonne! Es juckt unerträglich. wenn jetzt die Haut verbrennt. Den Bauch entweder mit einem dünnen Tuch abdecken oder mit Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (10) sorgfältig einreiben.


Was den Sonnenbrand löscht

Wenn trotz aller Vorsicht die Haut rot ist und weh tut, hilft ,,Zink-Schütteltinktur“ aus der Apotheke am besten und preiswertesten. Die Tinktur kühlt sofort, hinterläßt auf der Haut einen weißen Film, der Sonne abhält. Zink-Schütteltinktur ist absolut unschädlich — auch für kleine Kinder und werdende Mütter.


„Sonnenmilch“ für Babys

Amerikanische Forscher haben herausbekommen. daß Sonnenlicht die Muttermilch mit Vitamin D anreichert. Und zwar um das Vierfache! Oben ohne ist für stillende Mütter noch aus einem anderen Grund gut: Wenn die Brustwarzen nach dem Stillen an der Luft trocknen, werden sie nicht so schnell wund. Aber Vorsicht vor praller Sonne, die empfindliche Haut verbrennt rasch! Den Vitamin-Schub bekommt die Muttermilch auch im Schatten.


Kneipp-Kur mit Gartenschlauch

Macht Kindern Spaß und ist gesund dazu: Gartenschlauch nicht zu stark aufdrehen, an den Füßen beginnend zum Herzen hin den Strahl führen. Danach nicht abrubbeln, sondern den Körper im Schatten trocknen lassen. Wer lieber sanfter kneippt: in eine Wanne oder ein Planschbecken etwa zwei Handbreit kaltes Wasser laufen lassen. Durchs Wasser waten, dabei die Beine heben.


Kühle Bäder machen müde

An den ersten Urlaubstagen kommen die meisten Kinder schlecht zur Ruhe. Kühle Bäder (25—30 Grad) helfen — sogar dann, wenn die Unruhe durch zuviel Sonne kommt. Wenn Sie in der Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz keine Badewanne haben: Machen Sie kühle Kompressen mit angefeuchteten Handtüchern. Zuerst die Arme, dann die Beine, dann den Rumpf einwickeln. Nicht zu straff! Nach fünf Minuten das Kind wieder auswickeln.


Freiheit von der Windel

Und zwar so oft wie möglich. Warme Luft ist das Beste gegen wunden Po und Windeldermatitis. Die zarte Haut am Babypo verträgt allerdings keine direkte Sonne. Wenn Sie mit einem Fächer ein bißchen Wind über Rücken und Po machen, behagt das Luftbad Babys ganz besonders.


Kühlung im Auto

Die Kunststoffteile des Kindersitzes werden in der Sonne oft so heißt, daß zarte, nackte Haut sogar verbrennen kann. Den Sitz deshalb immer mit der Innenseite des Handgelenks vortesten. bevor Sie das Kind hineinsetzen. Damit die Kinder auf längeren Autofahrten nicht so schwitzen: Sitz mit Handtüchern oder einer Mullwindel auslegen. Oft Pause machen, Handtuch oder Windel anfeuchten und mit einem Kühlaggregat (aus der Kühltasche) wieder herunterkühlen.


Das löscht den Durst

Wasser ist das Beste gegen den richtigen Durst. Aber ein bißchen Genuß darf schon sein: Kalter Lindenblüten- oder Hagebuttentee mit Zitrone und Eiswürfeln erfrischt und schmeckt. Wenn die Eiswürfel ein Beeren-Innenleben haben, wird aus dem Tee sogar Limokonkurrenz: in den Eiswürfelbereiter in jedes Fach ein paar Johannisbeeren oder eine kleine Erdbeere geben, Wasser drauf, gefrieren lassen.


Mit Duft gegen Hitze

Lavendel- oder Melissenöl in Schalen mit Wasser (zwei Tropfen auf 1 l Wasser) gegeben, verbreiten kühlen Duft. Versuchspersonen wurden in zwei jeweils 30 Grad warme Zimmer geführt. In dem einen duftete es nach Lavendel. Im anderen nicht. Das Duftzimmer wurde von allen als kühler bezeichnet! Lavendel und Melisse duften so zart, daß man sie auch zum Schlafen mag. Gerade in kleinen Hotelzimmern, im Wohnmobil ist Duftkühlung angenehm!


Nasse Haut mag keine Sonne

Nach dem Schwimmen gut abtrocknen und ein Hemdchen überziehen. Aufgequollene Haut läßt Sonnenstrahlen bis in tiefere Schichten durch. Nur trockene Haut streut die Strahlen, woraus sich ein natürlicher Schutz ergibt.


 

16 Öko-Tipps fürs Waschen und Putzen

So zähmen Sie den Putzteufel und sparen eine Menge Geld:

 

Keimfrei kann gefährlich sein

Deutsche Bäder und Toiletten sind supersauber. Auf Klobrillen findet man weniger Keime als in Kühlschränken. Hygieniker sind aber über keimfreie Naßzellen nicht glücklich. In einem normalen Haushalt muß nämlich nichts desinfiziert werden. Geschieht es doch, werden Bakterien dauernd attackiert — nicht nur die eventuell krankmachenden, sondern auch die, die für den Körper wichtig sind. Außerdem bilden sich neue Bakterien-Stämme, denen das Desinfektionsmittel nichts mehr anhaben kann.
Mit den unnötigen Chemiebomben in Bad und Toilette vergiften sich jedes Jahr über hundert Krabbelkinder. Nicht mit tödlichen Folgen, aber so, daß sie ins Krankenhaus müssen. Nutzlos und gefährlich sind auch Beckensteine, die in die Toilette gehängt werden.


Den Putzteufel austreiben!

Machen Sie Bestandsaufnahme: Alle Putz- und Waschmittel (aus Küche, Bad. Toilette, Garage) kommen auf den Tisch. Sie werden staunen, was sich da auch in einem umwelt- bewußten Haushalt angesammelt hat. Alles, was Desinfektionsmittel enthält, gehört weg!


Waschen — montags nie!

Denken Sie daran: Am Montagmorgen laufen in ganz Deutschland und Österreich die Waschmaschinen. Es kommt zu Spitzenbelastungen der Elektrizitäts- und Klärwerke. Wer sich am Montag das Waschen verkneift, trägt mit dazu bei, daß die Vorausberechnungen für den Energieverbrauch nicht immer noch höher werden. Und daß nicht noch weitere Atomkraftwerke gebaut werden.


Saugen reicht für Teppichböden

Wer kleine Kinder hat und einen Teppichboden, staunt über die täglich neuen Fleckenmuster.
Aber: Teppichreiniger sind fast alle so scharf, daß Krabbelkinder zu husten anfangen, wenn sie auf einem frisch gereinigten Teppichboden sind. Beschränken Sie sich lieber aufs Saugen, in Teppichflecken lauern keine krankmachenden Keime. Zudem werden oft gereinigte Teppichböden immer schmutzempfindlicher. Manche Teppichflecken lassen sich übrigens mit warmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel entfernen. Probieren Sie an einer versteckten Stelle aus, wie Ihr Teppichboden darauf reagiert.


Mit der Wäsche auf die Waage

Wer kann schon schätzen, wieviel fünf Kilo Wäsche sind! Die Waschmaschine sollte aber erst dann laufen, wenn sie voll beladen ist. Stellen Sie den Wäschekorb leer auf die Waage und laden Sie so lange Wäsche zu, bis die Waage fünf Kilo mehr anzeigt.


60 Grad sind heiß genug

In einem Haushalt mit kleinen Kindern läuft die Waschmaschine täglich. Da werden große Mengen Waschpulver und Energie verbraucht. Deshalb:
Ein Feinwaschmittel verwenden, das keine Enzyme enthält
— es wäscht sauber genug. Und auf Kochwäsche verzichten. Die Wäsche wird auch bei 60 Grad sauber, und Sie sparen die Hälfte der Energie.


Spartaste für die Toilette

Für das bißchen Kinderpipi braucht man wirklich keine neun (!) Liter Wasser, um zu spülen. Eine Spartaste (man kann sie selber einbauen) reduziert die Wassermenge auf drei Liter. Das spart in einem Vierpersonenhaushalt im Jahr etwa 100 Euro Wasserkosten.


Wasser zweimal verwenden

Waschen Sie Gemüse und Salat grundsätzlich in einer Schüssel, nicht im Waschbecken. Gießen Sie das Wasser nicht weg, sondern nehmen Sie es zum Blumengießen. Ein großer Trichter macht das Umgießen in die Kanne einfach. Eierkoch-Wasser auch nicht wegschütten. Abkühlen lassen und den Blumen geben. Das spart nicht nur Wasser, sondern versorgt die Pflanzen mit wertvollem Kalk.


Neun Putzmittel braucht ein Haushalt

Grüne Seife als Universalreiniger;
Scheuermittel gegen hartnäckigen Schmutz (es soll keine Bleichstoffe enthalten);
Spiritus gegen Flecken und zum Fensterputzen;
Essig gegen Kalkablagerungen;
Spülmittel oder Neutralseife fürs Geschirr;
Waschpulver ohne Enzyme;
Bleichmittel oder Fleckensalz gegen hartnäckige Flecken in der Wäsche.


Mehr Waschpulver macht nicht sauberer

Nahezu alle Hersteller von Waschpulver drucken Dosierungsempfehlungen auf die Packung. Wenn Sie nicht wissen, wie hart Ihr Wasser ist: In der Apotheke gibt‘s Teststäbchen dafür zu kaufen. Nehmen Sie auch bei stark verschmutzter Wäsche nicht mehr Waschpulver als empfohlen. Viel Waschpulver macht nicht sauberer, belastet aber die Umwelt — und Ihren Geldbeutel.


Weichspülen mit Maß

Keine Frage: Weichspüler belasten die Umwelt. Empfindliche Kinder reagieren auf Weichspülerrückstände in der Wäsche oft mit Allergien. Wer sich aber gar nicht an etwas härtere Handtücher gewöhnen kann, sollte wenigstens mit dem Weichspüler äußerst sparsam umgehen. Zum Beispiel eine ganze Maschinenladung Handtücher zusammenkommen lassen und hier ein wenig Weichspüler zugeben (höchstens einen Meßbecher). Wenn die Wäsche im Freien trocknet, braucht man gar keinen Weichspüler.
Wer einen Wäschetrockner hat, hier werden die Handtücher superweich...


Spülen mit wenig Chemie

Wer von Hand spült, kann die Umwelt mehr schonen. Aber niemand wird einer Familie ernsthaft vorschreiben wollen, die zeitsparende Spülmaschine zu verbannen. Ohne scharfe Reiniger wird das Geschirr in der Spülmaschine nicht sauber. Aber wenigstens auf den Klarspüler, der das Geschirr mit einem Glanzfilm versieht, kann man verzichten. Vorspülen von Hand muß normalerweise nicht sein. Wer nicht darauf verzichten möchte, sollte die Teller wenigstens nicht unter fließend heißes Wasser halten, sondern das Waschbecken füllen und das Geschirr kurz einweichen.


Essig ist gut für Wolle

Ein Schuß Essig ins letzte Wasser frischt die Farben auf und macht Wolle flauschig. Für Wäsche aus anderen Fasern ist Essig aber kein Ersatz für Weichspüler — wie die Stiftung Warentest feststellte. Mit Essig nachbehandelte Wäsche war nicht weicher als normal gewaschene. Und: Essig sollte man nur bei der Handwäsche verwenden. Die Gummiteile der Waschmaschine können durch den Essig schneller kaputt gehen.


Papier statt Lappen

Putzlappen in der Küche sind der ideale Nährboden für Keime. Nehmen Sie Papier, wenn was weggewischt werden muß. Küchenrollen aus Umweltpapier gibt es leider nur selten zu kaufen. Graues Toilettenpapier tut‘s aber auch.


Ökowaschmittel ausprobieren

Meistens kauft man „sein“ Waschpulver oder eins, das gerade im Sonderangebot ist. Probieren Sie aber auch mal Seifenmittel aus, die es in Öko-Läden gibt. Zugegeben: Nicht
alle waschen so sauber, daß man damit zufrieden sein kann. Aber wenn man für jeden zweiten oder dritten Waschgang ein sanftes Seifenmittel nimmt, ist der Umwelt auch schon geholfen. Und allmählich gewöhnt man sich an Wäsche, aus der nicht alle Flecken herausgebleicht sind.


Umweltberatung

Das Hamburger Modellprojekt ‚.Umweltberatung Haushalt“ war so erfolgreich, daß das Beispiel nun bundesweit Schule machen soll. Ob es in Ihrer Nähe einen Umweltberater gibt, erfahren Sie beim Ordnungsamt oder hier: http://www.umweltberatung.de

Österreicher informieren sich hier: http://www.umweltberatung.at