Praktische Tipps rund ums Streichen, Tapezieren und für kleine Reparaturen in Wohnung und Haus, von der Vorbereitung bis zur Pinselpflege.

Vorbereiten und Streichen

Reihenfolge und Menge

Zuerst die Zimmerdecke streichen, damit keine Farbe auf die fertigen Wände tropft. Ein Zehn-Liter-Eimer Wandfarbe reicht ungefähr für 60 Quadratmeter.

Helle Farben sparen Strom

Dunkle Farben schlucken Licht, helle werfen es zurück. Mit hellen Wänden muss man später weniger Licht einschalten.

Hände und Beschläge schützen

Vor dem Streichen Hände und Unterarme mit fetter Hautcreme oder Margarine eincremen, dann gehen Farbflecken leicht mit Wasser und Seife ab. Türklinken, Scharniere und ähnliche Teile kann man mit Vaseline einreiben, damit sich Farbreste später besser entfernen lassen.

Glas und Fensterbänke abdecken

Beim Lackieren von Glastüren und Fenstern die Glasränder mit Klebeband oder Krepp abkleben und Griffe abschrauben oder ebenfalls abkleben. Das Mittelfeld kann man mit Zeitungen schützen. Sockel und Fensterbänke bleiben sauber, wenn man nasse Zeitungen auflegt: Sie verrutschen nicht und passen sich der Form an.

Farbspritzer auf Fensterscheiben

Für gute Belüftung sorgen, die Spritzer mit Nagellack betupfen und ein paar Minuten einwirken lassen. Dann mit einem Lappen abwischen und feucht nachwischen.

Alte Duschvorhänge als Unterlage

Ein ausrangierter Duschvorhang eignet sich gut als Abdeckung bei Malerarbeiten.

Stufen und Möbel streichen

Bei Treppen zuerst nur jede zweite Stufe streichen, so bleibt die Treppe begehbar. Tische und Stühle stellt man auf vier Holzstücke, die auf Zeitungspapier liegen. So lassen sich die Beine bis ganz unten streichen, ohne am Papier festzukleben.

Heizkörper streichen

Dafür nur speziellen Heizkörperlack verwenden, der mindestens 90 °C aushält. Gut lüften, solange die Heizung noch nicht läuft.

Wände mit Wischtechnik tönen

Zuerst die Grundfarbe auftragen und trocknen lassen. Dann einen sauberen Handfeger in die zweite Farbe tauchen, auf einem Tuch abtupfen und nach Belieben über die Wand fegen. Auch Marmorieren mit Schwamm und Farbpigmenten ergibt einen schönen Effekt.

Wasserflecken an der Decke

Vor dem Streichen die Decke abkratzen und mit Gipswasser bepinseln, pro Liter Wasser ein Esslöffel Gips oder Kreide. Erst nach dem Trocknen streichen.

Weiße Farbe vor dem Vergilben bewahren

Ein Tropfen schwarze Farbe in der weißen Farbe verhindert, dass sie vergilbt.

Wandfarbengeruch loswerden

Große flache Teller mit Essig im Raum aufstellen.

Alte Ölfarbe von Fenstern entfernen

Geht mit einer Rasierklinge oder einem Ceranfeldschaber.

Farbe, Pinsel und Roller

Neue Pinsel durchkämmen

Neue Malerpinsel vor dem ersten Gebrauch durchkämmen, damit keine losen Borsten in die Farbe geraten.

Pinsel richtig eintauchen

Nur das vorderste Drittel in die Farbe tauchen, dann bleibt der Pinsel elastisch und kleckert nicht. Kleine Pinsel rutschen nicht in den Topf, wenn man einen dünnen Nagel in den Stiel schlägt und ihn auf den Dosenrand klemmt.

Farbdeckel bleibt sauber

Ein Stück Klebeband quer über die offene Farbdose kleben und den Pinsel daran abstreifen statt am Rand. So klebt der Deckel nach dem Schließen nicht fest.

Pinsel nach wasserlöslichen Farben reinigen

Pinsel immer gleich unter fließendem Wasser kräftig auswaschen. Pinsel von Lack- und Ölfarben zuerst auf Zeitungspapier ausstreichen und anschließend mit Seifenwasser nachwaschen.

Weiche Pinsel und Roller

Wäscht man Pinsel und Farbroller gründlich in Wasser mit Weichspüler aus, bleiben sie flauschig weich.

Pinsel kurzfristig aufbewahren

Für eine kurze Pause den Pinsel fest in Alufolie wickeln. Ölpinsel, die am nächsten Tag wieder gebraucht werden, muss man nicht reinigen, sondern nur in kaltes Wasser stellen.

Krumme Borsten glätten

Den Pinsel einige Minuten unter sehr heißes, fließendes Wasser halten.

Hart gewordene Pinsel

Die Borsten mit dem Hammer weichklopfen, kräftig mit Schmierseife reinigen und 24 Stunden stehen lassen. Danach mit warmem Sodawasser auswaschen.

Leimpinsel reinigen

Je nach Leimart in reichlich heißem oder kaltem Wasser gründlich auswaschen. Schon hart gewordene Leimpinsel weicht man in Essigwasser ein.

Klumpige Farbe retten

Klumpig gewordene Farbe nicht wegwerfen, sondern durch eine alte Strumpfhose gießen. Hat sich auf Farbresten eine Haut gebildet, diese vorsichtig entfernen, die Dose in kochendes Wasser stellen und gut umrühren.

Farbdosen aufbewahren

Farbdosen fest verschließen und umgekehrt lagern, dann bleibt die Oberfläche streichfähig.

Tapezieren und Tapeten entfernen

Das richtige Klima

Trockene, warme Luft ist ungünstig, weil der Kleister zu schnell trocknet und nicht fest haftet. Hohe Luftfeuchtigkeit ist von Vorteil. Am besten sind etwa 18 Grad Zimmertemperatur.

Blitzende Nähte verhindern

Bei Stoßtapeten mit dunklem Untergrund die Wand unter den Nahtstellen in etwa 10 cm breiten Streifen mit passender Dispersionsfarbe vorstreichen und erst dann tapezieren.

Löcher nach dem Tapezieren wiederfinden

Beim Tapezieren Zahnstocher in leere Löcher oder Dübel stecken. So sind sie danach leicht zu finden.

Alte Tapeten abziehen

Warmes Wasser und Essig zu gleichen Teilen mischen, die Tapete mit einem Schwamm gut nässen und kurz einwirken lassen. Dann lässt sie sich leicht abziehen. Ein Schuss Geschirrspülmittel oder einige Löffel Schmierseife im Einweichwasser helfen ebenfalls.

Wasserfeste Tapeten entfernen

Die Oberfläche zuerst mit einer Perforationswalze aufrauen, damit flüssiger Tapetenentferner eindringen kann. Vor dem Aufkleben der neuen Tapete die Wand mit Wechselgrund bepinseln, dann lässt sie sich später leichter entfernen.

Tapetenreste verwenden

Reste in abgemessene Bahnen schneiden und damit Geschirr- oder Kleiderschränke auslegen.

Wandtattoos

Wandtattoos sind Aufkleber, die man auf Tapeten und Rauputz kleben und später wieder entfernen kann.

Schmutzränder wegradieren

Schmutzränder an Lichtschaltern, Fingerspuren an Wänden und Absatzspuren auf Kunststoffböden lassen sich mit einem weißen Radiergummi entfernen. Bunte Radiergummis können abfärben.

Nägel, Löcher und Dübel

Nägel leichter einschlagen

Große Nägel lassen sich leichter in Wand oder Holz schlagen, wenn man sie vorher einseift, einölt oder mit Wachs einreibt. Nägel am besten leicht schräg einschlagen, damit nichts herunterrutscht.

Kleine Nägel halten

Kleine Nägel durch ein Stück Papier stecken. So lassen sie sich besser halten, werden nicht so leicht krumm und der Daumen bleibt verschont.

Holz reißt nicht ein

Die Nagelspitzen vor dem Einschlagen mit ein bis zwei leichten Hammerschlägen anplätten, dann reißt das Holz nicht so leicht.

Nagel in der Tapete

Die Tapete an der Stelle vor dem Einschlagen kreuzweise mit einem scharfen Messer einritzen und die Ecken auseinanderbiegen. Nach dem Entfernen des Nagels klebt man die Ecken wieder über das Loch.

Bild gerade aufhängen ohne Wasserwaage

Erst einen Haken befestigen, dann eine Murmel oder Erbse auf den Bildrand legen. Rollt sie nicht mehr, hängt das Bild gerade. Dann den zweiten Haken einschlagen.

Bilder an schrägen Wänden

Das Bild oben mit einem gewöhnlichen Haken an einem Nagel aufhängen und unten an einer Öse mit Schraube oder Nagel befestigen.

Staub beim Bohren auffangen

Am besten hält jemand einen Staubsauger ans Bohrloch.

Kleine Löcher unsichtbar machen

Kleine Nagel- oder Schraubenlöcher kann man mit einem watteumwickelten Streichholzstück verschließen und mit passender Farbe überpinseln. Auch öfteres Darüberreiben mit einem Stück Kreide hilft bei kleinen Löchern. Bei weißer Tapete lässt sich ein Dübelloch mit etwas Zahnpasta verdecken.

Alte Dübel herausholen

Vorsichtig einen Korkenzieher, Bohrer oder eine Häkelnadel ein Stück hineindrehen und mit Gefühl langsam wieder herausdrehen. Nicht mit dem Schraubenzieher herausstechen.

Wackelnde Nägel befestigen

Ein Stückchen Papiertaschentuch ins Loch stecken, oder die Nagelspitze mit Watte umwickeln, in Gipsbrei oder in Zahnpasta tauchen und wieder einsetzen.

Schrauben und kleine Reparaturen

Schraubenzieher rutscht nicht ab

Die Spitze mit Kreide einreiben, dann fasst der Schraubenzieher besser im Schlitz.

Lockere Schraube

Die Schraube mit Nähfaden umwickeln. Oder herausdrehen, ein Streichholz ins Loch stecken und die Schraube wieder fest anziehen.

Festsitzende Schrauben

Den Schraubenzieher erhitzen. Wirkungsvoll ist auch, die Schraube mit einem heißen Metallgegenstand zu berühren: Sie dehnt sich aus und lässt sich nach dem Erkalten leicht herausdrehen.

Quietschende Scharniere

Etwas Pflanzenöl auf die Scharniere geben. Pflanzenmargarine geht auch, zieht aber leicht Staub und Schmutz an.

Tropfender Wasserhahn

Eine Schnur um den Wasserhahn binden, die bis zum Abfluss reicht, damit das Wasser daran ablaufen kann.

Eingefrorene Wasserleitungen

Man kann sie mit Haarfön, Heizlüfter oder heißen Wickeln auftauen.

Gips anrühren

Gips immer ins Wasser rühren, nicht umgekehrt. Mit Tapetenkleister im angerührten Gips trocknet er langsamer, mit Essig statt Wasser ebenfalls. Bindet er zu langsam, hilft Salz.

Rissige Gummidichtung

Bei kleineren Rissen in der Kühlschrank-Gummidichtung genügt oft etwas Silikon aus dem Baumarkt. Keinen Kleber verwenden.

Ordnung für Dübel und Co

Einen leeren Eierkarton ohne Deckel nutzen, um Nägel, Schrauben, Dübel, Haken und Muttern in den Mulden zu sortieren.