Praktische Tipps, um im Alltag Geld zu sparen: im Haushalt, bei Strom und Wasser, beim Handy, beim Autofahren und bei Kundenkarten.
Haushaltsbudget und Einkauf
Ausgaben notieren
Alle Ausgaben in einem Haushaltsbuch festzuhalten zeigt auf einen Blick, welche Einkäufe überflüssig waren und wie viel Budget noch übrig ist.
Nach Saison einkaufen
Obst und Gemüse sind günstiger, wenn sie gerade Saison haben und aus der Region kommen. Lange Transportwege werden sonst mitbezahlt.
Preise der Stammprodukte kennen
Wer regelmäßig dasselbe Produkt kauft, etwa immer dieselbe Kaffeesorte, sollte die Preise mehrerer Geschäfte vergleichen. Nur wer die üblichen Preise kennt, erkennt ein echtes Schnäppchen.
Stofftasche statt Plastiksackerl
Wer eigene Stofftaschen zum Einkaufen mitnimmt, spart die Kosten für Sackerl. Bei zehn Einkäufen im Monat und 25 Cent pro Sackerl sind das 2,50 Euro im Monat, aufs Jahr gerechnet 30 Euro.
Verpackung beim Kleiderkauf
Beim Kauf von Kleidung lohnt es sich zu fragen, ob der passende Kleiderbügel mitgegeben wird. Oft gibt es ihn gratis dazu.
Versicherung jährlich zahlen
Wer Versicherungsbeiträge halb- oder vierteljährlich zahlt, kann auf jährliche Zahlung umsteigen. Das bringt im Schnitt 3 bis 5 Prozent Nachlass.
Gefrierbehälter selbst sammeln
Zum Einfrieren braucht es keine teuren Behälter. Gut ausgewaschene, stabile Plastikverpackungen mit Deckel, zum Beispiel von Eiscreme, eignen sich ebenso.
Kostenlos inserieren
Wer etwas verkaufen oder eine Wohnung suchen möchte, kann den Zettel statt einer bezahlten Zeitungsanzeige kostenlos am Schwarzen Brett im Supermarkt aufhängen.
Strom und Energie
Alte Geräte ersetzen
Alte Geräte wie Kühl- und Gefrierschrank, Herd, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner verbrauchen viel Strom, insgesamt rund 65 Prozent. Wer sie durch Modelle mit guter Effizienzklasse ersetzt, spart mehrere Hundert Euro im Jahr.
Kaffee in die Thermoskanne
Frisch gekochten Kaffee besser gleich in eine Thermoskanne füllen und die Kaffeemaschine ausschalten, statt ihn auf der Warmhalteplatte stehen zu lassen. Das spart Strom, etwa 15 Euro im Jahr.
Wasser im Wasserkocher erhitzen
Kochwasser lässt sich im Wasserkocher sparsamer erhitzen als auf dem Herd. Das macht rund 10 Euro im Jahr aus.
Brötchen am Toaster aufbacken
Brötchen mit dem Toaster-Aufsatz aufzubacken statt im Backofen spart etwa 40 Euro im Jahr.
Herd früher abdrehen
Wird der Herd 3 bis 4 Minuten früher abgeschaltet, reicht die Restwärme zum Fertiggaren. Im Schnitt spart das über fünf Prozent Energie.
Schüssel mit Nudelwasser vorwärmen
Eine Schüssel für Pasta muss nicht im Ofen angewärmt werden. Man kann einfach das heiße Nudelwasser hineingießen, bis die Schüssel warm ist.
Kühlschrank abtauen
Eine zwei Millimeter dicke Eisschicht erhöht den Stromverbrauch des Kühlschranks um etwa 10 Prozent. Regelmäßiges Abtauen lohnt sich daher.
Warmes erst abkühlen lassen
Noch warme Speisen sollten nicht in den Kühlschrank gestellt werden. Sie zuerst abkühlen zu lassen erspart dem Gerät zusätzliche Kühlarbeit und Strom.
Kaffeemaschine entkalken
Eine kalkfreie Kaffeemaschine verbraucht weniger Strom. Wegen der empfindlichen Dichtungen nicht mit reinem Essig reinigen, besser einen Entkalker auf Zitronensäurebasis verwenden.
Staubsauger sparsam einsetzen
Der Staubsauger verbraucht viel Strom. Vor dem Saugen alles aus dem Weg räumen, damit das Gerät nicht ständig mit laufendem Motor zur Seite gelegt werden muss.
Schwächere Lampe im Deckenfluter
Wer bei einem Halogen-Deckenfluter eine 500-Watt-Birne durch eine mit 300 Watt ersetzt, spart bei durchschnittlich 2,5 Stunden Betrieb täglich bis zu 30 Euro Strom im Jahr. Noch sparsamer ist ein Fluter mit herkömmlichen Glühlampen, die sich gegen Energiesparlampen tauschen lassen und bis zu 80 Prozent Energie sparen.
Helle Wandfarbe
Dunkle Farben schlucken Licht, helle reflektieren es. Beim Streichen oder Tapezieren spart man mit hellen Tönen daher später Strom, weil das Licht seltener eingeschaltet werden muss.
Waschmaschine mit passender Schleuderzahl
Beim Kauf einer Waschmaschine sind 1400 Umdrehungen pro Minute ideal. Mehr als 1600 sind ein überflüssiges Extra und kosten unnötig Energie.
Wasser und Waschen
Durchflussbegrenzer anbringen
Mit Durchflussbegrenzern an Wasserhähnen und Dusche spart ein Zweipersonenhaushalt im Jahr rund 220 Euro.
Duschen statt baden
Wer öfter duscht als badet, spart zusätzlich etwa 110 Euro im Jahr.
Wasserspartaste im WC
Eine Wasserspartaste am WC bringt etwa 66 Euro Ersparnis im Jahr.
Waschmaschine voll beladen
Die Waschmaschine erst starten, wenn sie voll beladen ist. Das spart übers Jahr gerechnet rund 80 Euro.
Waschmittel genau dosieren
Das Waschmittel genau nach Herstellerangabe dosieren. Das schont Haushaltskasse und Umwelt.
Pflege und Kleinigkeiten
Duschgel mit dem Schwamm
Ein erbsengroßer Tropfen Duschgel auf einem nassen Schwamm reicht zum Einseifen. Man verbraucht so nur ein Viertel der Menge, die beim Einseifen mit der Hand nötig ist.
Flüssigseife strecken
Die Hälfte der Flüssigseife in einen zweiten leeren Spender gießen und beide mit Wasser auffüllen. Verschließen, gut schütteln, fertig.
Duftteelichter selbst machen
Statt Duftkerzen zu kaufen, kann man Teelichter anzünden und ein paar Tropfen Duftöl auf das flüssige Wachs geben. Der Raum duftet dann nach dem Lieblingsduft.
Schwache Batterien weiterverwenden
Batterien, die für Geräte mit höherem Verbrauch zu schwach sind, reichen oft noch einige Wochen für einen Wecker.
Auto und Sprit
Tankstellenpreise vergleichen
Gibt es in der Umgebung mehrere Tankstellen, lohnt sich ein Preisvergleich. Bei Superbenzin betragen die Unterschiede bis zu 20 Cent pro Liter.
Klimaanlage nur bei Bedarf
Die Klimaanlage erhöht den Spritverbrauch um bis zu 30 Prozent. Lüften ist günstiger.
Reifendruck prüfen
Schon 0,5 bar zu wenig Druck im Reifen können bis zu fünf Prozent Mehrverbrauch bedeuten.
Fahrgemeinschaften bilden
Mit Kollegen, Freunden oder Nachbarn zusammen zu fahren teilt die Kosten und nutzt den Platz im Auto aus.
Sparsam fahren
Den Fahrstil dem Verkehrsfluss anpassen, vor roten Ampeln langsam ausrollen und früh in die höheren Gänge schalten. Bei mehr als 30 Sekunden Stillstand den Motor abstellen. Vielfahrer sparen so über 300 Euro im Jahr.
Tanken im Grenzgebiet
Wer nahe an einer Landesgrenze wohnt, kann im Nachbarland tanken. Bei 50 Litern lassen sich etwa 15 Euro sparen, allerdings gibt es Mengenbeschränkungen.
Tankstellen-Punkte
Punkte sammeln bringt meist weniger als zwei Prozent Ersparnis, oder die Punkte lassen sich nur gegen Kaffee oder Snacks einlösen.
Fußmatten selbst zuschneiden
Autofußmatten sind teuer. Stattdessen lassen sich Teppichreste passend zuschneiden und bei Rutschgefahr mit doppelseitigem Klebeband fixieren.
Autobatterie entlasten
Nach kalten Nächten die Batterie beim Starten schonen, indem vorher Stromverbraucher wie Heckscheibenheizung und Radio ausgeschaltet werden.
Wischerblätter auffrischen
Wischerblätter, die nicht mehr sauber wischen, nicht gleich wegwerfen. Oft hilft es, die Kanten vorsichtig mit feinem Schmirgelpapier abzureiben und mit einem feuchten Tuch nachzuwischen.
Handy und Tarif
Das passende Netz
Am besten den Netzbetreiber wählen, bei dem die meisten Gesprächspartner unter Vertrag sind. So fallen weniger Gebühren für Gespräche in Fremdnetze an.
Abrechnungstakt beachten
Je kürzer der Takt, desto günstiger. Am besten ist die Abrechnung pro Sekunde oder im 10-Sekunden-Takt, denn im 60-Sekunden-Takt zählt immer die volle Minute.
Tarif zum Nutzungsverhalten
Der Tarif sollte zum eigenen Verhalten passen, etwa für Vieltelefonierer oder vorwiegende SMS-Nutzer. Der Anbieter kann beraten, oder man vergleicht online mit einem Tarifrechner.
Tastensperre aktivieren
Mit aktiver Tastensperre kommen keine versehentlichen Verbindungen zustande. Besonders bei Internetdiensten kann das teuer werden.
Kurz fassen
Mobile Gespräche sind teurer als Festnetz. Wer auf jeden Cent achtet, beschränkt sich unterwegs aufs Wesentliche.
Günstige Zeiten nutzen
Zu Nebenzeiten, meist ab 18 Uhr und am Wochenende, sind Gespräche günstiger.
Nur bekannte Nummern zurückrufen
Betrüger verschicken SMS mit der Bitte um Rückruf, dahinter stecken teure Hotlines. Nur auf bekannte Nummern reagieren.
Mailbox im Ausland ausschalten
Sonst zahlt man dreifach: für das ankommende Gespräch im Ausland, für die Umleitung auf die Mailbox im Heimatland und für das Abhören der Nachricht.
SMS statt Anruf im Urlaub
Kurznachrichten aus dem Urlaubsland sind billiger als Gesprächsgebühren.
Kundenkarten
Punkte sammeln
Bei Punktesystemen braucht es oft sehr viele Punkte, bevor interessante Prämien erreichbar sind. Außerdem müssen die Punkte rechtzeitig eingelöst werden, bevor sie verfallen.
Rabatt ab Mindestumsatz
Gutscheine ab einem Mindesteinkauf verleiten dazu, mehr zu kaufen als geplant. Lässt sich der Gutschein nicht gleich an der Kasse abziehen, braucht es zudem einen weiteren Besuch zum Einlösen.
Stempelkarten
Bei Friseur, Bäcker oder ähnlichen Betrieben gibt es nach zehn Stempeln die nächste Leistung gratis. Das lohnt sich für Stammkunden, und es müssen weder Anträge ausgefüllt noch Daten angegeben werden.
Kundenkarte mit Kredit
Mit solchen Karten wird leicht gekauft, wofür gerade das Geld fehlt, und es kommen Zinsen dazu. Besser bar oder mit Bankomatkarte zahlen.
Pauschalrabatt
Manche Drogeriemärkte ziehen Karteninhabern automatisch einige Prozent ab. Trotzdem die Preise verschiedener Märkte vergleichen, denn dieselben Produkte können woanders auch ohne Rabatt viel günstiger sein.
Extra-Service
Ermäßigte Serviceleistungen, etwa Änderungen zum Vorzugspreis in Modehäusern, lohnen sich nur, wenn man sie ohnehin regelmäßig braucht.
Früher informiert als andere
Frühzeitige Infos zu neuen Kollektionen oder limitierten Angeboten verleiten zu Käufen, die gar nicht nötig wären.
Datenweitergabe bedenken
Wer für eine Karte persönliche Daten angeben muss, erhält dafür Zusendungen und wird in seinem Kaufverhalten beobachtet. Wem das nicht recht ist, verzichtet besser.
