Praktische Tipps für den Küchenalltag: vom Kochen und Braten über Reinigen und Lagern bis zum Einfrieren und zu kleinen Küchenhelfern.

Kochen und Garen

Strom sparen beim Kochen

Am besten mit geschlossenem Topfdeckel garen, das schont Geschmack und Vitamine und spart Energie. Den Herd kann man zehn Minuten vor Ende der Garzeit abschalten und die Restwärme nutzen.

Überkochen verhindern

Bei Nudeln, Kartoffeln oder Reis hilft es, den Topfrand mit ein paar Tropfen Öl zu bestreichen oder einen Kochlöffel quer über den Topf zu legen. Auch ein Stiel frische Petersilie im Wasser verhindert den Schaum.

Bratthermometer

Ein Bratthermometer ist sehr hilfreich. Zeigt es im Fleisch zwischen 60 und 70 Grad, ist das Fleisch gar und noch saftig.

Passende Pfanne wählen

Zum scharfen Anbraten von Fleisch eignen sich Pfannen aus Edelstahl oder Gusseisen, weil sie hohe Temperaturen gut weitergeben. Für Rühreier, Palatschinken und Fischfilets ist eine beschichtete Pfanne besser, da nichts festklebt.

Fisch im Pergamentpapier

Fisch lässt sich mit Gewürzen in Butterbrot- oder Pergamentpapier einwickeln und im Ofen garen.

Geschmack verstärken und Schärfe mildern

Eine Prise Salz an süßen Speisen und eine Prise Zucker an deftigen Gerichten bringt den Eigengeschmack besser heraus. Ist ein Gericht zu scharf geraten, kann man in kleinen Mengen Natron einrühren, bis die Schärfe passt. Es schäumt dabei etwas auf.

Versalzenes retten

Apfelessig und Zucker im Verhältnis 1:1 mischen und nach und nach ans fertige Gericht geben, bis es nicht mehr so salzig schmeckt.

Mengen für Gäste

Pro Person rechnet man etwa 150 g Fleisch, 200 g Fischfilet, 200 g Kartoffeln als Beilage, 60 bis 80 g Nudeln als Beilage und 250 g Gemüse.

Aufläufe gelingen

Aufläufe geraten am besten bei starker Oberhitze und schwacher Unterhitze. Wird die Kruste zu früh braun, kann man die Form mit durchlöcherter Alufolie abdecken, damit der Dampf abziehen kann. Für eine knusprige Kruste Paniermehl mit geriebenem Parmesan mischen und etwa 10 Minuten vor Ende der Garzeit aufstreuen. Auch zerbröselte Chips mit Röstzwiebeln eignen sich als Auflage.

Auflauf vorbereiten

Alle Zutaten außer dem Guss in die Form schichten, abkühlen lassen und mit Folie abgedeckt kühl stellen. So hält sich der Auflauf bis zum nächsten Tag.

Schnell überbacken in der Pfanne

Frikadellen, Fisch, Rösti oder Gemüse lassen sich auch in der Pfanne überbacken. Dafür eignen sich leicht schmelzende Käse wie Mozzarella oder Raclette. Zugedeckt kurz schmelzen lassen.

Sojakeimlinge zum Schluss

Sprossen schmecken roh oder nur kurz erwärmt am besten. In warmen Gerichten gibt man sie erst ganz zum Schluss dazu, damit sie knackig bleiben und Nährstoffe erhalten bleiben.

Sauerkraut verfeinern

Mit Apfelsaft statt Wasser erhitzt, wird Sauerkraut mild und fruchtig. Ein bis zwei hineingeriebene rohe Kartoffeln machen es sämig.

Wasserbad ohne Spezialschüssel

Ein kleiner Topf in einem größeren ersetzt die Metallschüssel für das Wasserbad. So lässt sich auch Kuvertüre schmelzen.

Braten und Frittieren

Fettspritzer vermeiden

Spritzendes Fett kommt vom enthaltenen Wasser. Eine Prise Salz im Fett hilft, außerdem Fleisch und Gemüse vor dem Braten trocken tupfen. Bei Tiefkühlware zuerst die Eiskristalle mit Küchenpapier abtupfen.

Fettarm braten

In einer Pfanne mit Antihaftbeschichtung genügt es, den Boden vor dem Erhitzen mit wenig Öl oder Fett einzupinseln.

Temperatur beim Frittieren prüfen

Man hält den Stiel eines Holzlöffels ins heiße Fett. Steigen sofort Bläschen auf, ist es heiß genug, ideal sind etwa 180 Grad. Am besten eignet sich ein geschmacksneutrales Fett in Blockform. Ohne Fritteuse funktioniert es auch im hohen Topf.

Frittierkorb und Backteig

Damit Gebackenes nicht am Frittierkorb klebt, den Korb zuerst ins heiße Fett tauchen und erst dann füllen. Ein Schuss Essig im Teig sorgt dafür, dass weniger Fett aufgenommen wird. Nur die Eigelbe statt ganzer Eier machen den Teig besonders locker.

Tiefkühlware frittieren

Tiefkühlprodukte vorher an- oder auftauen, damit dem Fett nicht zu viel Hitze entzogen wird. Nach dem Frittieren alles kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Panaden würzen

Das Ei für die Panade mit Salz, Pfeffer und Kräutern verquirlen, dann wird die Hülle gleichmäßig würzig. Auch Parmesan, Senfpulver oder zerbröseltes Salzgebäck unter den Semmelbröseln verfeinern die Panade. Gehackte Erdnüsse mit etwas Curry passen gut zu Hühnerkeulen.

Paniermehl selbst machen

Trocken gewordenes Weißbrot oder Toast im Backofen nachtrocknen und fein mahlen.

Croûtons ohne Fett

Brotscheiben im Toaster bräunen und fein würfeln. Oder gewürfelten Toast in einer beschichteten Pfanne ohne Öl rösten und nach Wunsch mit Chili- oder Paprikapulver würzen.

Reinigen, Pflegen und Gerüche

Angebranntes lösen

Angebrannte Töpfe lassen sich mit einer starken Salzlösung auskochen. Alternativ den Topfboden mit Essig bedecken, einige Spritzer Spülmittel zugeben, 30 Minuten stehen lassen und auswaschen. Auch Wasser mit Sodapulver aufkochen funktioniert. Eingebranntes auf der Herdplatte weicht auf, wenn man ein in Spülmittellösung getränktes, ausgewrungenes Tuch zwei Stunden auf die abgekühlte Platte legt.

Pfannen und Bleche mit Salz reinigen

Salz in Pfanne oder Blech geben und erhitzen, bis es braun ist. Dann ausschütten und mit Papier ausreiben. Das entfernt auch Fischgeruch aus der Pfanne. Bleche reibt man im heißen Zustand mit Papier und Salz sauber und danach mit etwas Öl nach.

Kesselstein und Kalk entfernen

Rohe Kartoffelschalen lange im Topf kochen und danach mehrmals spülen. Auch Essigwasser aus drei Teilen Wasser und einem Teil Essig hilft: im Gefäß aufkochen, abkühlen lassen und bei Bedarf wiederholen. Für Kaffeemaschinen und Wasserkocher passt Wasser und Essig im Verhältnis 2:1. Teekannen mit Belag über Nacht in Zitronenwasser legen.

Gläser, Flaschen und Thermoskannen

Gläser und Vasen werden mit Essigwasser und kräftigem Schütteln innen sauber. Enghalsige Flaschen füllt man mit zerkleinerten Eierschalen, einem Esslöffel Essig und heißem Wasser und schüttelt kräftig. Auch rohe Kartoffelstücke oder Sodawasser helfen. Thermos- und Kaffeekannen werden mit einem Päckchen Backpulver und heißem Wasser wieder sauber. Dazu einige Zeit stehen lassen und ausspülen.

Gläser glänzend spülen

Warmes Wasser mit etwas Soda und anschließendes Trockenreiben mit einem Tuch bringt Hochglanz. Kristallgläser nur mit klarem, kaltem Wasser waschen, da warmes Wasser den Glanz nimmt.

Zitrone als Klarspüler

Fehlt der Klarspüler, kann man eine Zitronenscheibe in den Besteckkorb legen.

Holzbretter pflegen

Holzbretter mit Salz bestreuen und mit einem trockenen Tuch abreiben, das trocknet und reinigt zugleich. Gerüche nimmt ein Bad in warmem Wasser mit einer halben Tasse Backpulver. Regelmäßiges Einreiben mit Speiseöl frischt die Oberfläche auf. Verzogene Bretter werden wieder gerade, wenn man sie einen Tag zwischen nasse Tücher legt.

Schneidbretter aus Kunststoff und Stein

Kunststoffbretter sofort nach Gebrauch mit möglichst heißem Wasser reinigen und gut trockenreiben. Granit und Marmor bürstet man mit heißem Essigwasser ab und reibt sie trocken.

Holzlöffel auffrischen

Kochlöffel aus Holz werden nach einiger Zeit in Sodawasser wieder wie neu.

Teflonpfannen schonen

Angebranntes nie mit scharfen Messern auskratzen, sondern einweichen oder mit Salz auskochen. Beim Stapeln eine Papierserviette zwischenlegen. Zur schonenden Reinigung eine Tasse Wasser mit einem Spritzer Spülmittel in der Pfanne aufkochen, auswaschen, abtrocknen und mit etwas Speiseöl einreiben.

Neue Pfannen und Gusseisen

Neue Bratpfannen vor dem ersten Gebrauch mit Essig auskochen, dann brennt weniger an. Haftet etwas an, mit Salz und Papier reiben und Spülmittel möglichst meiden. Schwarzes Guss-Email wird mit Essig gespült, gut abgetrocknet und mit einer dünnen Schicht Speiseöl eingerieben.

Aluminium und Emaille

Aluminiumtöpfe nicht trocken erhitzen und keinen großen Temperaturunterschieden aussetzen, sonst wölbt sich der Boden. Umgerührt wird am besten mit Holzlöffeln. Neues Emailgeschirr hält länger, wenn man es vor dem ersten Gebrauch auskocht und das Wasser darin erkalten lässt.

Kupferlöffel und saure Speisen

Kupferlöffel nicht in sauren Speisen liegen lassen, sonst bildet sich Grünspan.

Silber zum Glänzen bringen

Silberbesteck heiß spülen und noch heiß blankreiben. Auch Alufolie hilft: Das Besteck darin einwickeln und eine halbe Stunde in kochendem Wasser ruhen lassen.

Rost entfernen

Rostflecken an Küchengeräten mit einer Paste aus Butter und Kochsalz bestreichen, eine Stunde einwirken lassen und mit Küchenpapier abreiben.

Ruß am Topfboden vermeiden

Den Topfboden vor dem Aufstellen auf die Flamme dünn mit grüner Seife einreiben, dann haftet kein Ruß fest.

Heiße Henkel

Wickelt man Bast um Kochtopfhenkel, lassen sie sich auch bei großer Hitze anfassen.

Küchenschränke und Tropfenfänger

Küchenschränke werden sauber, wenn man ein fettlösendes Spülmittel ins Putzwasser gibt. Haushaltspapier im Gemüsefach saugt herabtropfende Feuchtigkeit auf.

Kühlschrank reinigen und entlüften

Statt scharfer Reiniger eignet sich eine schwache Sodalösung oder ein mit Essig getränktes Tuch, danach gut trockenwischen. Gegen unangenehmen Geruch hilft eine Untertasse mit frischem Kaffeepulver, die eine Stunde im Kühlschrank steht.

Backofen schützen

Bei saftigem Obstkuchen den Backofenboden vorher mit Alufolie auslegen, so bleibt er sauber.

Küchengeruch vertreiben

Etwas Wasser mit Zimt, oder Zimt mit Zucker, in einem kleinen offenen Topf erhitzen. Der Duft überdeckt Kochdünste. Gegen Fischgeruch hilft Essigwasser in einem offenen Topf bei gleichzeitigem Lüften. Beim Kohlkochen nimmt eine mitgekochte Brotkruste den Geruch auf.

Zwiebel- und Knoblauchgeruch an Händen und Messern

Messerklingen mehrmals durch eine Karotte ziehen. Die Hände vorher mit einer halbierten Zitrone einreiben oder danach mit Essig, Zitronensaft oder etwas Salz unter kaltem Wasser abreiben. Natronpulver im Spülwasser nimmt Fisch- und Zwiebelgeruch von Geschirr, Brettchen und Händen.

Schwarzwurzeln schälen

Dabei Gummihandschuhe tragen, denn der Saft färbt die Hände braun.

Vorräte und Lagerung

Salz rieselfähig halten

Einige Reiskörner oder kleine Stücke Küchenpapier im Salzstreuer saugen Feuchtigkeit auf, damit das Salz nicht verklumpt.

Zucker und Zuckerklumpen

Etwas trockenes Brot in der Vorratsdose löst Klumpen wieder auf. Für mehr Aroma kann man abgeschälte Schale unbehandelter Zitrusfrüchte in den Zucker legen.

Mehl, Grieß und Co. aufbewahren

Gemahlenes Getreide nimmt leicht Fremdgerüche an. Daher in geschlossenen, aromasicheren Gefäßen lagern, nicht in Tüten und nicht neben Kaffee oder Gewürzen.

Gewürze richtig lagern

Licht- und luftdichte Gefäße bewahren Aroma und Würzkraft länger.

Kaffee und Kakao

Kaffee hält sich in einer gut schließenden Dose im Kühlschrank am besten. Kakao bleibt in einem Porzellangefäß frisch.

Nüsse und Mohn

Ganze, ungeschälte Nüsse halten mehrere Monate, gemahlene nur wenige Wochen. Daher erst kurz vor der Verwendung zerkleinern. Gemahlene Nüsse bleiben luftdicht im Kühlschrank frisch. Mohn kauft man nur in der benötigten Menge, da er durch den hohen Fettgehalt schnell ranzig wird.

Honig verflüssigen

Kristallisierter Honig wird im Wasserbad wieder flüssig. Dabei nicht über etwa 40 °C erwärmen. Der Honiglöffel klebt weniger, wenn man ihn vorher in Speiseöl taucht.

Senf vor dem Eintrocknen schützen

Nach dem Öffnen eine dünne Schicht Öl auf die Senfoberfläche geben. Senf nur mit Löffeln aus Holz, Plastik oder Edelstahl entnehmen, sonst kann sich der Geschmack verändern.

Pesto und Gemüsepasten haltbar halten

Nach jeder Entnahme die Oberfläche mit etwas Öl bedecken. Selbstgemachtes Pesto hält sich gekühlt ein bis zwei Wochen.

Knoblauch und Zwiebeln

Geschälte Knoblauchzehen halten im Schraubglas mit Olivenöl bedeckt mehrere Wochen im Kühlschrank. Eine halbe Zwiebel mit Öl an der Schnittfläche bestreichen, in Frischhaltefolie wickeln und kühlen. So hält sie mehrere Tage.

Mayonnaise aufbewahren

Ungeöffnete Gläser dürfen bei Zimmertemperatur stehen, dabei auf das Verfallsdatum achten. Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Monaten aufbrauchen.

Pilze und Pralinen

Abgepackte Pilze zu Hause aus der Folie nehmen, da sich darunter Feuchtigkeit sammelt und sie schimmeln können. Pralinen kühl und dunkel lagern, nicht im Kühlschrank.

Brot frisch halten

Aufgeschnittenes Brot trocknet nicht aus, wenn man es in ein Geschirrtuch einwickelt.

Obst, Gemüse und Gläser

Licht, Wärme und Sauerstoff zerstören Vitamine, deshalb Obst und Gemüse am besten im Kühlschrank oder Keller lagern. Äpfel und Birnen legt man im Keller mit den Stielen nach oben auf Holzregale mit Rand, ohne dass sie sich berühren. Lebensmittel in Gläsern oder Flaschen halten an einem dunklen Ort länger.

Dosen und Konserven

Konserven mit gewölbtem Deckel sind verdorben und gehören entsorgt, denn der Inhalt kann eine Lebensmittelvergiftung verursachen. Reste aus geöffneten Dosen in ein anderes Gefäß umfüllen. Im Kühlschrank halten sie sich etwa zwei Tage.

Speisen im Sommer abdecken

Speisen nicht unabgedeckt stehen lassen. Ein leichtes Tuch lässt Luft durch. Der Backofen ist im Sommer ein guter kühler Platz.

Richtige Zonen im Kühlschrank

Am wärmsten ist es im Gemüsefach ganz unten (8 bis 10 °C). Auf der Platte direkt darüber ist es am kältesten (2 °C), dort gehören Fleisch, Fisch und zubereitete Speisen hin. Oben, wo es wieder etwas wärmer ist, lagert man Eier, Aufschnitt und Milchprodukte.

Angebrochene Flaschen

Flaschen fest verschließen und auf den Kopf stellen, so bleibt die Kohlensäure erhalten. Klebrige Flaschen lassen sich besser verkorken, wenn man den Korken vorher in Öl taucht.

Einfrieren und Auftauen

Einkauf und Vorbereitung

Zum Einfrieren frisches Obst und Gemüse möglichst früh am Morgen kaufen, solange die Ware noch nicht in der Sonne lag. Bei größeren Mengen lohnt es sich, nach einem besseren Preis zu fragen.

Gemüse blanchieren

Gemüse, das blanchiert werden muss, in reichlich sprudelnd kochendem Salzwasser blanchieren, dann behält es die Farbe. Danach sofort in Eiswasser abschrecken, damit es nicht mit Resthitze weitergart.

Trocken und luftarm verpacken

Vor dem Einfrieren Feuchtigkeitsreste entfernen, denn Wasser bildet Kristalle, die die Struktur von Obst, Gemüse und Fleisch schädigen. In Dosen und Beuteln soll möglichst wenig Luft sein. Reißfeste Tiefkühlbeutel sind stabiler als dünne Plastikbeutel und müssen gut verschlossen werden.

Kuchen einfrieren

Fertigen Kuchen darf man ausnahmsweise noch warm einfrieren, er schmeckt dann nach dem Auftauen besonders frisch. Blechkuchen auf einer Aluminium-Grillschale einfrieren, so lässt er sich später gut lösen.

Gefriergerät richtig befüllen

Das Gerät schon etwa 24 Stunden vorher herunterkühlen und die in der Gebrauchsanleitung angegebene Höchstmenge beachten. Weitere Mengen lieber erst zwei Tage später einfrieren.

Haltbarkeit im Tiefkühler

Rohes und blanchiertes Gemüse hält etwa 10 Monate. Obst hält 8, Butter und Geflügel 6, Fisch und Fleisch 3, Brot und Eis 2 Monate.

Tiefkühlkost kaufen

Auf saubere Truhen mit sichtbarem Thermometer achten. Vorgeschrieben sind mindestens minus 18 °C, und die Packungen sollen unter der Stapelgrenze liegen. Reifansatz zeigt an, dass die Ware schon einmal angetaut war. Gefrierbrand, also weiße oder bräunlichrote Stellen, bedeutet ausgetrocknete, nicht verdorbene Ware. Befallene Stellen kann man herausschneiden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum, kurze Überschreitungen beeinträchtigen nur Geschmack und Aussehen.

Richtig auftauen

Tiefgefrorenes Fleisch langsam im Kühlschrank auftauen, sonst verliert es Saft und wird beim Braten trocken. Das Auftauwasser von rohem Fleisch, Fisch oder Geflügel darf nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen, damit keine Keime übertragen werden.

Kaffee und Zitrusschale einfrieren

Gemahlener Kaffee hält sich in einer gut schließenden Dose im Gefrierfach bis zu drei Monate und kann tiefgekühlt gleich aufgebrüht werden. Abgeriebene Schale unbehandelter Zitronen oder Orangen lässt sich einfrieren und ist so immer griffbereit.

Eiswürfel

Für klare Eiswürfel das Wasser vorher abkochen und abkühlen lassen. Aus übrig gebliebenem Kaffee oder Tee kann man Eiswürfel für Eiskaffee oder Eistee machen. Beeren oder kleine Früchte im Eiswürfelbehälter machen Bowlen und Cocktails dekorativ und verwässern weniger. Damit die Schalen nicht anfrieren, hilft ein Stück Alufolie darunter oder etwas Einfetten.

Nüsse, Gewürze und Aromen

Nüsse und Samen rösten

Nüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne und Sesam lassen sich ohne Fett in der Pfanne rösten, das gibt intensives Aroma. Sofort nach dem Rösten aus der Pfanne nehmen, sonst verbrennen sie.

Mandeln und Haselnüsse schälen

Ganze Mandeln mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und die Kerne aus der Haut drücken. Haselnüsse etwa zehn Minuten bei 200 °C im Backofen rösten und die Häutchen mit einem Geschirrtuch abreiben.

Nüsse knacken

Nüsse lassen sich leichter knacken, wenn sie vorher kurz im Gefrierfach lagen.

Knoblauch schälen und verwenden

Die Zehe mit dem Handballen oder einer breiten Messerklinge andrücken, bis sie knackt, dann löst sich die Schale. Zum Pressen kann man die Zehen samt Schale nehmen. Für zartes Aroma reibt man Pfanne oder Salatschüssel mit einer halbierten Zehe ein. Eine mitgegarte ganze Zehe gibt Gemüse mediterranes Aroma und wird vor dem Servieren entfernt.

Geröstetes Knoblauchpüree

Von einer Knoblauchknolle einen Deckel abschneiden, mit Olivenöl beträufeln und im Backofen bei 220 °C etwa 40 Minuten garen. Die Masse herausdrücken, sie passt zu Nudeln oder Lamm.

Ingwer

Ingwer dünn schälen und immer nur so viel, wie man braucht. Eingetrocknete Knollen sind noch aromatisch und können in Stücken mitgekocht und danach entfernt werden.

Meerrettich

Nur so viel schälen, wie man braucht. Zitronensaft verhindert, dass der geriebene Meerrettich braun wird.

Pesto selbst machen

20 g Pinienkerne ohne Fett rösten, Blätter von einem Bund Petersilie oder Basilikum mit einer Knoblauchzehe zerkleinern und dabei etwa 80 g Olivenöl zugießen. Mit frischen Walnüssen und Petersilie schmeckt es fein-herb. Pesto passt auch zu kaltem Nudelsalat, unter Kartoffelbrei oder zu Gemüse.

Kaffee aromatischer machen

Eine Prise Salz oder Kakao verstärkt das Aroma. Das gilt auch für eine Messerspitze Kakaopulver in der Filtertüte. Ganze Bohnen, die Aroma verloren haben, kann man ohne Fett bei schwacher Hitze erneut anrösten.

Vanille verwerten

Ausgekratzte Vanilleschoten ergeben Vanilletee, wenn man sie einige Tage mit losem Schwarztee in einer geschlossenen Dose ziehen lässt oder in aufgebrühtem Tee ziehen lässt. Vanillezucker mit etwas Zitronensaft gibt Süßspeisen, Obstsalaten und Palatschinken Geschmack.

Apfelschalen im Tee

Schalen von geschälten Äpfeln geben Früchtetee Aroma. Einfach in die Teedose legen.

Dörrobst und Dörrpilze

Getrocknete Pflaumen, Aprikosen oder Äpfel geben Bratensoßen ein süß-saures Aroma. Dörrpilze schmecken besonders gut, wenn man sie vor dem Kochen in Rotwein ziehen lässt.

Shiitake und Sojakeimlinge

Shiitake nicht waschen, sondern mit Küchenpapier abreiben, die zähen Stiele herausdrehen.

Mayonnaise gelingt

Beim Selbstrühren sollten Eigelb und Öl auf Zimmertemperatur haben, sonst kann sie gerinnen. Zu dünne Mayonnaise lässt sich mit einer zerdrückten Pellkartoffel andicken. Für schnelle Mayonnaise 2 Eigelb mit etwas Zitronensaft, Senf und Salz mit dem Pürierstab auf höchster Stufe verrühren und dabei ¼ Liter Öl einlaufen lassen. Fertige Mayonnaise wird leichter, wenn man etwas Milch, Joghurt oder Mineralwasser unterrührt.

Senf verfeinern

Aprikosenkonfitüre oder Mangochutney im Senf gibt eine exotische Note, passend zu Bratwurst und Frikadellen.

Hausgemachte Vanillesoße

Einen gehäuften Esslöffel Stärke mit 3 Esslöffeln Milch glatt rühren. ½ Liter Milch, 3 Esslöffel Zucker, das Mark von 1 Vanilleschote und 1 Prise Salz aufkochen, die Stärke einrühren und etwa 2 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und 2 verquirlte Eigelbe einrühren.

Süßes und Desserts

Puderzucker selbst machen

Haushaltszucker in einer Kaffeemühle, Mandelmühle, einem Mixer oder mit dem Schneidstab staubfein mahlen.

Gelatine verarbeiten

Ein Schuss Zitronensaft im Einweichwasser gibt ein feines, leicht säuerliches Aroma. Gegen Klumpen die aufgelösten Blätter zuerst mit 2 bis 3 Esslöffeln der Masse verrühren und dann in die restliche Creme geben. Bei Klümpchen die Schüssel in ein warmes Wasserbad stellen und weiterrühren. Kleine Mengen gemahlener Gelatine lösen sich in einer Suppenkelle über kochendem Wasser auf.

Götterspeise variieren

Das angegebene Wasser lässt sich teilweise durch Fruchtsaft, Sekt oder Wein ersetzen. Für Kinder passen Gummibärchen, die man in den noch nicht ganz festen Nachtisch gibt.

Desserts stürzen

Förmchen kurz vor dem Servieren in heißes Wasser tauchen, dann lassen sich feste Desserts gut stürzen.

Cremiger Grießbrei

Grieß gleich mit dem Zucker mischen und in die heiße Milch geben, das verhindert Klümpchen. Ein Löffel Vanillepuddingpulver oder etwas Kardamom verfeinert den Brei.

Sahnepudding mit Espresso

Zwei Esslöffel Espressopulver vor dem Anrühren des Puddingpulvers geben dem Sahnepudding eine herbe Note.

Schnelle Rote Grütze

Fruchtsaft mit Zucker aufkochen, mit etwas Speisestärke binden und tiefgefrorene Beeren unterheben.

Eis am Stiel

100 g Zucker in ½ Liter heißem Wasser auflösen, mit 250 g Fruchtpüree mischen, in Formen füllen und gefrieren lassen.

Eis servieren

Schälchen vorkühlen, damit das Eis nicht so schnell schmilzt. Eiskugeln kann man vorab portionieren, auf ein Tablett setzen und sofort wieder einfrieren. Überbackenes Eis gelingt in einer 30 Minuten gekühlten feuerfesten Form, mit Eischnee überzogen und kurz übergrillt. Als Sektsorbet gibt man eine Kugel Zitroneneis in ein vorgekühltes Glas und gießt trockenen Sekt auf.

Kuvertüre und Schokolade

Ein Stück Kokosfett beim Schmelzen macht Kuvertüre besser streichfähig. Von Blockschokolade lassen sich nach kurzem Kühlen mit dem Schälmesser leicht Späne hobeln.

Bunter Zuckerguss ohne Farbstoff

2 bis 3 Esslöffel Saft mit 250 g Puderzucker verrühren. Kirschsaft färbt rosarot, Multivitaminsaft orange, Orangensaft gelb und Holunderbeersaft lila.

Eier natürlich färben

Dafür eignen sich Holunderbeer- oder Rote-Bete-Saft, Sud von Zwiebelschalen oder Malventee.

Konfitüre und Marmelade

Zu dicke Konfitüre oder Marmelade lässt sich mit heißem Fruchtsaft verdünnen. Ein kleiner Schuss Obstler wie Himbeergeist oder Kirschwasser verbessert den Geschmack und soll die Schimmelbildung verzögern.

Krokant und karamellisierte Nüsse

Für Krokant einen Teelöffel Butter schmelzen, je zwei Esslöffel gehackte Nüsse oder Mandeln und Vanillinzucker zugeben und hellbraun rösten. Auf geölter Alufolie abkühlen lassen. Für karamellisierte Nüsse Zucker bei mittlerer Hitze schmelzen und bräunen, Butter und gehackte Nüsse zugeben und auf geölter Alufolie auskühlen lassen.

Knuspermüsli selbst gemacht

Getreideflocken, Kokosraspel und Nüsse auf ein Blech geben. Flüssigen Honig und Öl zu gleichen Teilen mischen, darüberträufeln und bei 150 °C etwa 30 Minuten goldbraun rösten. Gut verschlossen aufbewahren.

Müsli abwandeln

Zimt, Kakaopulver oder Vanillezucker geben Abwechslung. Zur Weihnachtszeit passen Lebkuchengewürz, Mandarinenspalten, Honig und gehackte Nüsse.

Haferflocken als Krokantersatz

Mit Honig gesüßte, ohne Fett goldbraun geröstete Haferflocken sind eine Alternative zu Krokant.

Rosinen und Kirschen

Rosinen bleiben weich, wenn man sie in einem Schraubglas mit Rum bedeckt. Kandierte Kirschen lassen sich nach ein paar Minuten im Eisfach leichter lösen und zerkleinern. Rosinen und Marzipan lassen sich mit einem leicht geölten Messer glatt zerteilen.

Zitronenschale auf Vorrat

Grob abgeriebene Zitronenschale in einem Glas mit Zucker vermischen und gut verschließen.

Honigreste verwerten

Das Glas mit einem Schuss Obstessig ausspülen, das ergibt eine Basis für Dressing oder Bratensoßen. Mit Essig, Salz, Pfeffer und Kräutern im Glas geschüttelt wird daraus ein Salatdressing.

Knusprige Snacks auffrischen

Weich gewordene Salzstangen, Cornflakes oder Erdnussflips werden bei 200 °C einige Minuten im Backofen wieder knusprig. Übrig gebliebenes Salzgebäck eignet sich zerbröselt als Panade.

Küchenhelfer und Tricks

Trichter ersetzen

Eine an der Spitze abgeschnittene Tüte oder ein Briefumschlag tun es auch. Für kleine Flaschen kann man eine Eierschale mit einer Nadel durchstechen und auf die Öffnung legen.

Eier trennen

Das aufgeschlagene Ei in einen Trichter gleiten lassen. Das dünne Eiweiß rinnt hindurch, der Dotter bleibt im Trichter.

Tropfen zählen

Ein Streichholz oder Zahnstocher quer über die Flaschenöffnung gelegt hilft beim tropfenweisen Abzählen.

Festsitzende Verschlüsse lösen

Einmachgläser mit dem Deckel nach unten in einen Topf mit heißem Wasser halten. Ebenso lassen sich festsitzende Verschlüsse von Tuben und Gläsern lösen. Tiefkühlpackungen öffnen sich leichter nach kurzem Eintauchen in warmes Wasser.

Hartnäckiger Korken

Sitzt ein Korken fest, kann man den Korkenzieher einsetzen, zwischen Türklinke und Rahmen klemmen und mit beiden Händen an der Flasche ziehen.

Ketchup fließt wieder

Einen Strohhalm bis zum Boden in die Flasche stecken, dann gelangt Luft hinein und der Ketchup fließt.

Glasgefäße vor Springen schützen

Beim Einfüllen heißer Flüssigkeit einen Löffel ins Glas stellen oder das Glas auf einen kalten Teller oder ein feuchtes Tuch stellen. Einmachgläser vor dem Einfüllen heißer Marmelade im Backofen vorwärmen und auf ein feuchtes Tuch stellen.

Eis zerkleinern

Ein hineingeschlagener Nagel sprengt Eis in kleine Stücke.

Spritzbeutel füllen

Den leeren Beutel in einen hohen Rührbecher stellen und den Rand darüber stülpen. Die Masse einfüllen und den Rand wieder hochklappen.

Backblech anpassen

Ist das Blech zu groß für die Teigmenge, kann man Alufolie zu einem stabilen Streifen falten und als Begrenzung aufstellen.

Töpfe für Induktion testen

Bleibt ein Magnet am Topfboden haften, ist der Topf für den Induktionsherd geeignet.

Messer und Reibeisen schärfen

Reibeisen lassen sich mit Schleifpapier nachschärfen. Das Brotmesser braucht häufiger Schliff als andere Messer, da Brot schnell stumpf macht. Als Schleifstein kann ein Ziegelstein dienen.

Mehlsiebe und Fleischwolf

Mehlsiebe nur mit kaltem Wasser spülen, warmes Wasser lässt die Löcher verkleben. Im Fleischwolf lassen sich nach Gebrauch trockene Brotrinden durchdrehen, das erleichtert das Reinigen.

Alufolie und Säure

Speisen mit Essig oder anderen Säuerungsmitteln nicht in Alufolie einpacken, die Säure greift die Folie an und das schadet dem Essen.

Fachausdrücke

Farce bezeichnet Füllungen unterschiedlicher Art. Jus ist Fleischsaft. Nappieren bedeutet, mit Soße oder Aspik zu überziehen.

Kühlen ohne Eis

Ohne Kühlschrank bleibt Butter an warmen Tagen fest, wenn man sie in einem zur Hälfte mit kaltem Wasser gefüllten, fest verschlossenen Plastikbeutel aufbewahrt. Für Buffets legt man Kühlelemente in Alufolie gewickelt unter Käse- und Wurstplatten.