Praktische Tipps zum richtigen Heizen und Lüften sowie zum Sparen von Strom und Energie im Haushalt.

Raumtemperatur und Heizung

Ideale Temperaturen

In Wohnräumen sind etwa 20 Grad (Stufe 3 am Heizkörper) passend, im Schlafzimmer genügen 16 bis 18 Grad. Das Bad darf bis höchstens 22 Grad warm sein, ungenutzte Räume kommen mit 14 Grad aus.

Jedes Grad zählt

Ein Grad weniger Raumtemperatur spart rund 6 Prozent Energie. Besonders in der Nacht lohnt es sich, die Temperatur etwas abzusenken.

Heizkörper freihalten

Möbel und Vorhänge vor dem Heizkörper behindern die Wärmezirkulation im Raum. Das kann im Jahr rund 8 Prozent mehr Energieverbrauch bedeuten.

Heizkörper entlüften

Wird ein Heizkörper nicht richtig heiß oder gluckert er, hat sich meist Luft angesammelt. Man dreht das Entlüftungsventil mit einem Vierkantschlüssel auf (ein Gefäß darunter halten), bis ein leichtes Zischen zu hören ist. Tritt ein gleichmäßiger Wasserstrahl aus, wird das Ventil wieder geschlossen.

Heizungsanlage prüfen lassen

Wer unsicher ist, ob die Anlage richtig eingestellt ist, kann sie von einer Fachkraft kontrollieren lassen. Das kann bis zu 30 Prozent Ersparnis bringen.

Alte Heizungspumpe tauschen

Eine alte Umwälzpumpe verbraucht im Jahr Strom für etwa 150 Euro, moderne Pumpen kommen mit rund 30 Euro aus. Ein Tausch macht sich daher bezahlt.

Heizlüfter meiden

Ein elektrischer Heizlüfter verbraucht bis zu dreimal so viel Energie wie die normale Heizung und sollte nur im Ausnahmefall verwendet werden.

Heizkörper richtig streichen

Vor der Heizperiode lassen sich Heizkörper noch gut streichen. Dafür eignet sich nur spezieller Heizkörperlack, der Temperaturen von mindestens 90 °C aushält.

Lüften und Abdichten

Stoßlüften statt Kippen

Fenster nicht auf Kipp stellen, sondern mehrmals täglich etwa fünf Minuten weit öffnen. So entweichen verbrauchte Luft und Feuchtigkeit, und man spart gut 15 Prozent Energie im Jahr. Bei einem gekippten Fenster geht ständig Wärme verloren und die Heizung läuft auf Hochtouren.

Stoßlüften und Feinstaub

Zweimaliges Stoßlüften pro Tag führt zu weniger Staubpartikeln in der Luft als ganztägig gekippte Fenster. Bei gekippten Fenstern bleiben die Teilchen nämlich ständig in Bewegung.

Zugluft vermeiden

Fenster und Türen sollten gut abgedichtet sein, zum Beispiel mit Dichtungsbürsten unten an der Tür, Jalousien vor dem Fenster oder zusammengerollten Handtüchern. Über undichte Stellen gehen rund 20 Prozent der Energie verloren.

Dichtungen testen

Mit einem Papierstreifen lässt sich prüfen, ob die Dichtungen von Türen und Fenstern noch in Ordnung sind. Lässt sich der Streifen aus dem geschlossenen Fenster oder der Tür herausziehen, ist die Dichtung beschädigt. Erneuern sollte sie eine Fachkraft.

Strom sparen im Haushalt

Kaffee in der Thermoskanne

Frisch gekochter Kaffee bleibt in einer Thermoskanne warm. Die Kaffeemaschine kann man dann abschalten, statt die Warmhalteplatte laufen zu lassen.

Kühlschrank abtauen

Eine zwei Millimeter dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch des Kühlschranks um etwa 10 Prozent. Regelmäßiges Abtauen spart daher Strom.

Warmes nicht in den Kühlschrank

Warme Speisen sollten erst abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen. Sonst muss das Gerät stärker kühlen und verbraucht mehr Strom.

Herd früher abschalten

Schaltet man den Herd 3 bis 4 Minuten früher ab, spart man im Schnitt über 5 Prozent Energie. Die Resthitze reicht zum Fertiggaren.

Staubsauger sparsam einsetzen

Vor dem Saugen alle Gegenstände aus dem Weg räumen. So muss man das Gerät nicht ständig mit laufendem Motor zur Seite legen.

Waschmaschine mit passender Schleuderzahl

Beim Kauf einer neuen Waschmaschine sind 1400 Umdrehungen pro Minute ideal. Mehr als 1600 sind überflüssig und kosten unnötig Energie.

Beleuchtung

Helle Wandfarbe

Dunkle Farben schlucken Licht, helle reflektieren es. Beim Streichen oder Tapezieren spart man mit hellen Tönen Strom, weil man später das Licht einschalten muss.

Schwächere Birne im Deckenfluter

Wird bei einem Halogen-Deckenfluter eine 500-Watt-Birne durch eine mit 300 Watt ersetzt, spart man bei durchschnittlich 2,5 Stunden Betrieb täglich bis zu 30 Euro Strom im Jahr. Noch mehr lässt sich mit Energiesparlampen einsparen, nämlich bis zu 80 Prozent.