Praktische Tipps für das Gießen und Pflegen von Zimmerpflanzen, für Garten und Gartengeräte, für Schnittblumen und Vasen, für das Gartenjahr und für einen Christbaum, der lange frisch bleibt.

Gießen und Wasser

Geeignetes Gießwasser

Zimmerpflanzen mögen lauwarmes, abgestandenes Wasser. Abgekochtes Wasser oder Wasser, das mindestens 24 Stunden gestanden hat, ist besser als frisches Leitungswasser.

Regenwasser und Schnee

Regenwasser tut Pflanzen gut. Am besten sammelt man es erst, nachdem es eine halbe Stunde geregnet hat, damit es nicht verschmutzt ist. Auch aufgetauter, reiner Schnee eignet sich für Zimmerpflanzen.

Bei stark kalkhaltigem Wasser

Etwa zwei Esslöffel Torf in ein Stück alten Nylonstrumpf geben, zuknoten und ins Gießwasser legen. Das alle zwei bis drei Wochen wiederholen.

Mineralwasser als Gießwasser

Hin und wieder mit Mineralwasser gegossen, wachsen Pflanzen gut, bei regelmäßiger Anwendung kann man sich so den Dünger sparen. Auch Reste von abgestandenem Mineralwasser sind nützlich, weil die enthaltenen Mineralstoffe das Wachstum fördern.

Im Sommer abends gießen

Abends gegossen kann sich der Boden richtig vollsaugen. In der Hitze verdunstet dagegen viel Feuchtigkeit ungenutzt.

Von unten gießen

Usambaraveilchen, Alpenveilchen und Gloxinien gießt man immer von unten. So beginnen die Stängelansätze nicht zu faulen.

Tauchbad für Pflanzen

Pflanzen mögen ein Wasserbad: Den Topf bis zum Rand so lange ins Wasser tauchen, bis keine Bläschen mehr aufsteigen. Danach gut abtropfen und abtrocknen lassen.

Keine nassen Füße

Eine Schicht Kieselsteine verhindert Staunässe. In Übertöpfen kann man kleine Untersetzer umgedreht hineinlegen und den Blumentopf daraufstellen. Auch kleine Holzklötzchen im Übertopf sorgen dafür, dass die Pflanze nicht im Wasser steht.

Wasservorrat für den Urlaub

Alle Töpfe in eine Waschwanne stellen, die Zwischenräume mit Torf füllen und diesen kräftig wässern. So sind die Pflanzen etwa acht Tage lang gut mit Wasser versorgt.

Töpfe länger feucht halten

Neben den Blumentopf einen Krug mit Wasser stellen. Dazu Streifen ins Wasser hängen und zum Topf hinüberlegen, sie leiten Feuchtigkeit nach.

Topf, Erde und Vermehrung

Richtige Topfgröße

Beim Umtopfen einen Topf wählen, der mindestens eine Nummer größer ist als der alte. Er sollte aber nicht zu groß sein: Je größer der Topf, desto langsamer wächst die Pflanze, je kleiner, desto schneller.

Übertöpfe

Ein Übertopf darf den Tontopf nicht zu eng umschließen, sonst bekommt die Pflanze zu wenig Luft.

Kein Schimmel auf der Erde

Eine oberste Schicht Sand im Topf verhindert, dass die Blumenerde schimmelt.

Pause beim Düngen

Nach dem Umtopfen in frische Blumenerde fünf Wochen lang nicht düngen, die Erde enthält genug Nährstoffe. Die Pflanzen werden wie gewohnt gegossen.

Flüssigdünger aus Teebeuteln

Gebrauchte Schwarztee-Beutel eine Weile in eine Gießkanne mit Wasser legen. Das ergibt einen guten Flüssigdünger für Topfpflanzen, zum Beispiel für Farne.

Ableger ziehen

Ableger vorsichtig am Stamm abbrechen und ins Wasser stellen. Sobald sie etwas längere Wurzeln gebildet haben, kann man sie einpflanzen.

Aussaat im Eierkarton

Leere Eierkartons eignen sich zum Vorziehen von Blumen und Kräutern auf der Fensterbank. Man füllt Erde ein, sät die Samen aus, stellt den Karton auf eine wasserfeste Unterlage und gießt.

Blumenzwiebeln pflanzen

Die flache Seite der Zwiebel kommt nach unten ins Pflanzloch. Die Erde fest andrücken, damit sich in Hohlräumen kein Wasser sammelt und die Zwiebel nicht fault.

Pflege der Pflanzen

Abgeknickter Stängel

Die Knickstelle lässt sich schienen: Einen Zahnstocher oder Zündhölzer anlegen und das Ganze mit Pflaster oder Klebeband umwickeln.

Glänzende Gummibaumblätter

Die Blätter gelegentlich mit einem Rest Bier abreiben. Mit Milch, die mit Wasser verdünnt ist, erzielt man dasselbe Ergebnis.

Staubfreie Blätter

Bei großblättrigen Zimmerpflanzen einige Tropfen Glyzerin auf einen Wattebausch oder weichen Lappen geben und die Blätter damit abwischen. Sie glänzen dann schön und bleiben länger staubfrei.

Rankhilfen selber machen

Aus Drahtkleiderbügeln lassen sich Rankhilfen für Pflanzen wie die Efeutute biegen. Im Garten kann ein ausrangierter Regenschirm ohne Stoff, mit dem Stiel in die Erde gesteckt, als Spalier für Blumen dienen.

Wetterfeste Pflanzenschilder

Einen sauberen Plastikdeckel mit wasserfestem Filzstift beschriften und mit einem pfeilförmigen Ende zuschneiden. Das Schild passt in Beet und Balkonkisten.

Schnittblumen und Vasen

Blumen auf Reisen

Nasse Watte oder nasse Haushaltstücher um die Stiele wickeln und die Blumen in einen Plastiksack stecken. So halten sie auch längere Autofahrten gut durch.

Blumen aus der Kälte

Blumen, die aus winterlicher Kälte in die warme Stube kommen, zum Angewöhnen noch eine halbe Stunde im Papier liegen lassen. Erst dann auswickeln und in die Vase stellen.

Frisches Blumenwasser

Ein Stück Holzkohle im Wasser hält es länger frisch im Geruch. Vasen nach dem Gebrauch gründlich mit Seifenwasser oder Spülmittel auswaschen, damit sich keine Bakterien bilden, die die Blumen schneller verblühen lassen.

Vasen mit engem Hals

Eine Vase zur Hälfte mit Wasser füllen, kleingeschnittene Orangenschalen dazugeben und kräftig schütteln. Auch ein Gebissreiniger-Tab, mit Wasser aufgelöst und einwirken gelassen, reinigt Vasen, die man mit der Hand nicht erreicht.

Standfeste Vasen

Kieselsteine, Murmeln oder Sand am Boden der Vase verhindern, dass sie umfällt.

Blühende Zweige im Winter

Anfang Dezember Kirschbaum- oder Kastanienzweige abschneiden und etwa 10 cm tief in Wasser mit rund 20 Grad stellen. Das Gefäß kommt in einen geheizten Raum, verdunstetes Wasser wird täglich nachgefüllt und die kleinen Blätter einmal pro Woche mit lauwarmem Wasser besprüht.

Garten, Geräte und Gartenmöbel

Rasenschnitt als Mulch

Zu viel Rasenschnitt für den Kompost lässt sich auf Beeten und unter Büschen verteilen. Er hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut.

Rasen im Spätherbst

Im Spätherbst den Rasen noch einmal mähen, bis die Gräser 4 bis 5 cm hoch sind. Das beugt Pilzerkrankungen vor, und Laubreste verschwinden im Fangkorb.

Gartengeräte vor Rost schützen

Kleine Geräte wie Unkrautstecher oder Blumenkelle gesäubert in einen Eimer mit trockenem Sand stecken. Sie rosten nicht und sind immer griffbereit.

Geschmeidiger Gartenschlauch

Nach dem letzten Gebrauch im Jahr etwas Glyzerin durch den Schlauch laufen lassen und ihn kühl aufbewahren. So bleibt er auch über den Winter geschmeidig.

Kniekissen für die Gartenarbeit

Ein altes Sofakissen in einer festen Plastiktasche ersetzt ein gekauftes Kniekissen.

Gartenschirm überwintern

Den Schirm vom Staub befreien und bei Bedarf mit Seifenwasser abbürsten, dann mit klarem Wasser nachspülen. Aufgespannt an der Luft trocknen lassen, über den Winter zusammengerollt in starker Plastikfolie aufbewahren.

Helle Gartenmöbel

Helle Möbel werden in der Sonne höchstens etwa 40 Grad warm, dunkle dagegen sengend heiß. Bei dunklen Möbeln helfen wenigstens helle Polster.

Holzmöbel pflegen

Gartenmöbel aus Holz pflegt man mit Produkten ohne Lösungsmittel, damit der natürliche Schutz des Holzes erhalten bleibt.

Terrakotta-Figuren

Terrakotta-Figuren, die im Sommer im Garten standen und unter der Witterung gelitten haben, nach dem Reinigen mit Terrakotta-Lack aus dem Baumarkt besprühen. Dann sehen sie wieder wie neu aus.

Bastkörbchen für Blumentöpfe

Zwischen Topfrand und Körbchen einen Schaumgummistreifen schieben und auf den Boden des Körbchens Ölpapier oder Plastikfolie legen. So nimmt das Körbchen kein überschüssiges Gießwasser auf und bleibt ansehnlich.

Weiße Flecken auf Tontöpfen

Kalkflecken, die vom Gießwasser stammen, lassen sich mit trockener Stahlwolle abreiben.

Plan für das Gartenjahr

Jänner und Februar

Im Jänner Ziersträucher und Beerensträucher auslichten, Bäume zurückschneiden (Winterschnitt bei etwa minus 5 Grad), den Gemüseplan erstellen und den Rasen kalken. Im Februar steht der Obstbaumschnitt an, immergrüne Pflanzen werden gewässert, Gehölze von Schneelast befreit und Samen besorgt.

März und April

Im März den Rasen abrechen, lüften und düngen, Rosen zurückschneiden, das Frühbeet vorbereiten und gegen Monatsende die erste Aussaat ins Freiland ins Auge fassen. Im April Koniferen pflanzen, Einjahresblumen säen, Beete bestellen, den Boden unter Obstbäumen lockern und düngen.

Mai und Juni

Im Mai Hecken pflanzen, Rosen pflegen, Gemüse anbauen, Rasen mähen, Erdbeeren vor Grauschimmel und Nässe schützen und Obstbäume mulchen. Im Juni Kirschen vor Vögeln schützen, Zweijahresblumen und Stauden spätestens jetzt aussäen, Sämlinge vereinzeln, Tomaten auslichten, gießen und düngen.

Juli und August

Im Juli Erdbeerausläufer einsetzen, Verblühtes entfernen, auch während des Sommerurlaubs für Wasser sorgen, Gemüse nachsäen, Fruchtstände bei Äpfeln und Birnen ausdünnen und Kirschen im Sommer schneiden. Im August Beerensträucher nach der Ernte auslichten, den Boden lockern, düngen und gießen. Gemüse kann noch ausgesät werden.

September und Oktober

Im September Zwiebeln von Frühblühern stecken, Tomaten, Kürbis und Paprika vor Frostgefahr ernten, Radieschen, Feldsalat und Winterspinat aussäen und den Kompost umschichten. Im Oktober Gemüse ernten und lagern, Laub unter Gehölzen zusammenrechen, Obstbäume pflanzen und düngen, ausdauernde Gewürzkräuter pflanzen, zum letzten Mal Rasen mähen und Nadelgehölze wässern.

November und Dezember

Im November Spätgemüse ernten, Rosen anhäufeln oder abdecken, den Boden umstechen und lockern, Kalk aufbringen, Wasserleitungen entleeren, mit dem Obstbaumschnitt beginnen und ein Vogelhaus aufstellen. Im Dezember Grünkohl nach dem ersten Frost ernten, Kompost verteilen und umschichten, Edelreiser schneiden und immergrüne Gehölze bewässern.

Christbaum

Welche Baumart hält wie lange

Kiefern und Edeltannen wie Douglasie, Coloradotanne oder Küstentanne bleiben leicht bis zum Dreikönigstag frisch. Nordmanntanne und Blaufichte halten sogar bis zu vier Wochen. Die Fichte nadelt in zentralbeheizten Räumen schnell, hält aber frisch geschlagen eine Woche bis zehn Tage.

Baum länger frisch halten

Wer den Baum nicht ein bis zwei Tage vor dem Fest direkt vom Forstamt oder Waldbesitzer holen kann, kauft am besten einen, der einen halben Meter zu groß ist. Nadelbäume vertrocknen von unten, und kurz vor dem Fest auf Länge gesägt ist der Baum so gut wie frisch geschlagen.

Standort und Schnittstelle

Der Baum gehört in die kühlste Ecke des Zimmers. Die Schnittstelle mit flüssigem Wachs zu versiegeln verlängert die Haltbarkeit.

Sand oder Wasser im Christbaumständer

Noch besser hält der Baum in einem Eimer mit feuchtem Sand oder in Wasser mit Glyzerin (ein Esslöffel pro Liter).

Christbaum mit Wurzelballen

Bäume mit Wurzelballen halten am längsten, weil man sie gießen kann. Sie sind etwas teurer, lassen sich aber nach dem Fest in den Garten pflanzen.