Praktische Tipps rund um Nudeln, Reis und Knödel: vom richtigen Kochen über Aufwärmen und Anrichten bis zur Resteverwertung.

Nudeln kochen und würzen

Mehr Geschmack im Kochwasser

Eine Speckschwarte im Kochwasser macht Nudeln herzhafter und verhindert außerdem das Überkochen. Auch Gemüse- oder Fleischbrühe statt Wasser, ein Zweig Thymian oder frische Kräuter bringen Aroma. Ein paar Spritzer scharfe Sauce machen die Nudeln würziger.

Gelbe Nudeln

Etwas Kurkuma im Kochwasser färbt Nudeln appetitlich gelb. Das Gewürz schmeckt kaum durch.

Richtige Menge

Ungekocht rechnet man pro Person etwa 30 Gramm als Suppeneinlage, 80 bis 100 Gramm als Beilage und 100 bis 150 Gramm für ein Hauptgericht.

Bunte Nudeln selbst machen

Selbst gemachter Nudelteig lässt sich mit Safran, Tomatenmark, Rote-Bete-Saft oder püriertem Spinat färben. Bei Tomatenmark oder Spinatpüree im Teig dafür etwas weniger Wasser nehmen.

Abgießen, warm halten und aufwärmen

Abschrecken oder nicht

Für Nudeln mit Sauce nur gut abtropfen lassen, dann verbindet sich die Sauce besser. Für Salate kalt abspülen und in etwas Olivenöl schwenken, so kühlen sie schneller aus.

Zu weich gekochte Nudeln retten

Sofort abgießen und kalt abschrecken. Danach kurz in wenig Butter erhitzen: Das restliche Wasser verdampft und die Nudeln quellen nicht weiter nach.

Verklebte Nudeln lösen

Die Nudeln in einem hitzebeständigen Sieb kurz in reichlich kochendes Wasser halten. Sie werden heiß und lösen sich voneinander.

Nudeln warm halten

Fertig gekochte Nudeln, Reis oder Erdäpfel bleiben lange warm, wenn man sie in einem Sieb über einen Topf mit kochendem Wasser hängt.

Nudeln vom Vortag aufwärmen

Die Nudeln im Sieb etwa eine Minute in kochendes Wasser tauchen und dann in Butter oder Olivenöl schwenken. Sie schmecken wie frisch gekocht und sollten gleich auf den Tisch kommen.

Nudelgerichte und Aufläufe

Schnelle Beilage

Kleine Nudeln in Salzwasser kochen und nach dem Abgießen in heißer Butter oder Kräuterbutter schwenken. Das passt gut zu kurzgebratenem Fleisch oder Fisch.

Saftiger Nudelauflauf

Damit die Kruste beim Backen nicht trocken und hart wird, kann man den Auflauf mit Chinakohlblättern abdecken. In einer Springform gebacken lässt er sich wie eine Torte in Stücke schneiden.

Gelungene Lasagne

Die Nudelplatten sollen beim Schichten immer vollständig mit Sauce bedeckt sein, besonders in der obersten Schicht. Sonst werden sie hart.

Cannelloni füllen

Die Füllung geht leicht mit einem Spritzbeutel in die Röhren. Alternativ stellt man die Röhren aufrecht in die Form und füllt mit einem Teelöffel.

Nudelsäckchen

Gegarte Lasagneblätter mit Hack oder Gemüse belegen, zu Säckchen zusammenfalten und mit gegarten Spaghetti zubinden.

Nudelsalat und Nudelreste

Würziger Nudelsalat

Dem Kochwasser etwas Kräuteressig, den Sud von eingelegten Gurkerln oder 1 bis 2 Teelöffel Instant-Gemüsebrühe zugeben, dann aber nicht zu stark nachwürzen. Spiralnudeln nehmen die Salatsauce besonders gut auf.

Salate gut durchziehen lassen

Bunte Salate mit Nudeln, Erdäpfeln oder Reis schmecken aromatischer, wenn sie nach dem Anmachen eine Weile durchziehen dürfen. Leichter wird ein Nudelsalat mit Vinaigrette statt Mayonnaise.

Salat aus Nudelresten

Übrige Nudeln mit Fleischwurst, Erbsen, Karotten und Salatcreme mischen. Kurze Nudeln schmecken auch mit Paprika, Frühlingszwiebeln, Champignons und einem Joghurt-Dressing mit Curry, Honig und etwas Chili.

Omelett aus Nudelresten

Übrige Nudeln mit verquirlten Eiern in der Pfanne backen. Kräuter, Paradeiser- und Schinkenwürfel geben extra Geschmack. Auch klein geschnittene Spaghetti mit Ei, Salz und Pfeffer in Butter goldgelb braten.

Gebratene Nudeln

Nudelreste mit klein geschnittenem Gemüse wie Karotten, Paprika und Brokkoli anbraten und mit Sojasauce und Pfeffer würzen. Wer mag, gibt gerösteten Sesam und Chili dazu.

Reis kochen und verfeinern

Körniger Reis

Ein sauberes Geschirrtuch zwischen Topf und Deckel nimmt den aufsteigenden Dampf auf. Es bildet sich kein Kondenswasser und der Reis bleibt locker, auch beim Warmhalten. Zum Anbrennen kommt es seltener, wenn man den Reis in Ruhe kochen lässt und nicht umrührt.

Quellmethode

Pro Tasse Reis zwei Tassen Wasser oder Brühe nehmen, im geschlossenen Topf aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze ausquellen lassen. So nimmt der Reis die Flüssigkeit vollständig auf.

Mehr Aroma

Reis in Orangen-, Tomatensaft oder Wasser mit etwas Currypulver kochen. Zu Curry passt es auch, die Hälfte des Wassers durch Orangen- oder Ananassaft zu ersetzen. Alternativ die Körner mit einer mit Nelken gespickten Zwiebel anbraten, dann Wasser zugießen und die Zwiebel nach dem Garen entfernen.

Kochbeutel-Reis würzen

Ein Brühwürfel oder etwas Currypulver im Kochwasser gibt dem Reis im Beutel Geschmack, denn die Flüssigkeit dringt durch die feinen Löcher.

Risotto

Für Risotto eignen sich Arborio, Carnaroli oder Vialone Nano. Reis mit Zwiebeln und Knoblauch in heißer Butter anschwitzen und nach und nach heiße Brühe zugießen, bis fast alles aufgesogen ist. Häufig umrühren, dann wird der Reis außen cremig und bleibt innen bissfest.

Wildreis

Wildreis hat einen nussigen Geschmack und braucht etwa 45 Minuten zum Garen.

Anrichten, Milchreis und Reisreste

Reis hübsch anrichten

Eine Tasse, Schöpfkelle oder kleine Form kalt ausspülen oder leicht fetten, den Reis portionsweise einfüllen, leicht andrücken und auf den Teller stürzen. Mit fein gehackten Kräutern vermengt wird es noch dekorativer.

Reissalat

Gegarten Langkornreis mit rohem oder bissfest gekochtem Gemüse mischen, mit fertigem Dressing anmachen und etwa eine Stunde ziehen lassen.

Milchreis

Zuerst etwas Wasser aufkochen, dann Milch, Zucker und Zitronenschale zugeben und aufkochen. Den Reis darin bei schwacher Hitze ausquellen lassen. Für lockeren Milchreis ein Eigelb in die Milch rühren und zum Schluss steif geschlagenes Eiweiß unterheben.

Milchreis-Reste

Übrigen Milchreis mit Vanillemark, Zimt oder Kakao verfeinern und mit Kirschen aus dem Glas oder anderem Obst servieren.

Reisküchlein

Reisreste mit Ei, Parmesan oder Käse, Kräutern und eventuell etwas Mehl mischen, zu Küchlein formen und in heißem Fett oder Butter goldbraun braten.

Reis aufwärmen

Reis mit 3 bis 5 Esslöffeln Wasser in einer Pfanne bei geringer Hitze erwärmen, dann schmeckt er wie frisch gekocht. Reisreste passen auch in Suppen oder zu Gemüse und Bratbällchen.

Knödel formen und garen

Formen ohne Kleben

Mit öfter in kaltes Wasser getauchten Händen lassen sich Knödel leichter formen. Nocken sticht man mit Löffeln ab, die man immer wieder in kaltes Wasser taucht. Auch ein Eiskugelportionierer eignet sich, wenn man ihn zwischendurch ins Wasser hält.

Lockere Semmelknödel

Eine kleine Menge Natron im Teig oder Mineralwasser statt normalem Wasser macht Semmelknödel lockerer.

Richtig garen

Knödel in reichlich sprudelndes Salzwasser geben und danach sofort die Hitze reduzieren, damit sie nicht platzen. Nur so viele auf einmal einlegen, dass sie frei nebeneinander schwimmen können. Sie sind gar, wenn sie an die Oberfläche steigen.

Kartoffelknödel zerfallen nicht

Etwas angerührte Stärke im Kochwasser bildet einen Schutzfilm, sodass die Knödel weniger leicht auseinanderfallen.

Zwetschkenknödel

Etwas Zucker und eine aufgeschlitzte Vanilleschote im Kochwasser verfeinern den Geschmack. Die Knödel nach dem Garen sofort servieren.

Knödelreste verwerten

Gebratene Knödel

Übrige Kartoffel- oder Semmelknödel in etwa einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden und in heißem Butterschmalz oder Öl von beiden Seiten goldbraun braten. Dazu passen Kräuter, grüner Salat, gemischte Pilze, Blattspinat in Rahmsauce oder Rahmchampignons.

Knödelsalat

Kalte Semmelknödel in Streifen oder Würfel schneiden und mit Zwiebelwürfeln, Essig, Öl, Salz und Pfeffer pikant anmachen.